„Needlemania’s Shop & Quiltservice“ feiert bald Geburtstag!

Vor fast einem Jahr – am 2. November 2016 – habe ich meine beiden Gewerbescheine wieder aktiviert und „Needlemania’s Shop & Quiltservice“ gegründet.

Am 3. und 4. November wird (hoffentlich gemeinsam mit vielen BesucherInnen) Geburtstag gefeiert! 

Am Freitag, 3. November von 15.00 bis 20.00 Uhr und am Samstag, 4. November von 11.00 bis 17.00 Uhr. 

Es gibt ein „Open-House“ und alle, die sehen wollen, wie sich das kleine Geschäftchen gemausert hat, und mitfeiern wollen, sind herzlich eingeladen. 

Rückblick – Wie alles begann

Eigentlich fing es damit an, dass ich mich in die Bernina Q24 Longarm-Quiltmaschine verliebt hatte. Schon in Birmingham 2015 schlich ich um die Maschine herum, dann kam das Quilt-Fest der Gilde 2016 in Frankenmarkt.  Die Vernunft riet mir, dass nur eigene Quilts zu quilten mir weder ausreichend Expertise verschafft noch dieser (sehr, sehr!) teuren Anschaffung gerecht wird. Und die vielen verschiedenen Garne und Pantograph-Muster … Das alles könnte ich alleine auch in mehreren Leben nicht verbrauchen. Die Vernunft hätte mir eigentlich auch raten müssen, dass ich es lassen soll. Ich habe doch schon einen recht er- und ausfüllenden Beruf und eigentlich viel zu wenig Zeit. Hätte.

Wer mich kennt, weiß, dass meine Taten oft nicht gerade von Vernunft geleitet werden. (Selten aber bereue ich meine „unvernünftigen“ Entscheidungen!)

So zog am 15. November 2017 die Maschine hier ein.

Vorher musste Platz geschaffen werden. Wahrscheinlich wäre es sogar einfacher gewesen, am Grundstück ein eigenes Häuschen dafür aufzustellen. Die „Bedingung“ meines (mit Nähmaschinen und Handarbeitsutensilien gequälten) Ehemannes war aber: „Wir entrümpeln dafür andere Dinge …“ 😉

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Schweren Herzens habe ich mich also von den in 28 Schuljahren gesammelten Schul- und Montessori-Materialien getrennt. Sie finden jetzt eine viel nützlichere Verwendung als in meinem Keller auf Einsatz zu warten. Sie bereichern die Klasse einer jungen Kollegin, die in meiner Klasse schon als Volksschulkind mit manchen dieser Materialien gearbeitet hat.

Ziemlich leer. Noch.

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Gleich darauf folgte der Einzug des „Wunderwerks“ der Technik und Ästhetik! (Ja, ich bin immer noch verliebt und sehe die Maschine durch die rosarote Brille.)

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Und die Nähecke für „kleine“ Kursaktivitäten wurde auch nach und nach verschönert:

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Und heute?

34 Quilts wurden auf der Maschine inzwischen gequiltet! 🙂

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Es gibt eine reiche Auswahl an Stoffen (vorwiegend Westfalen und Gütermann, aber auch einige amerikanische Stoffe – dabei vor allem überbreite Rückseitenstoffe), FatQuarter einzeln & in Paketen, Nähanleitungen und „Fertigpackungen“, Nähzubehör, Garne und inzwischen 11 verschiedene Vliese in allen erdenklichen (’natürlichen‘ – ich mag kein Poly) Materialien und Breiten/Größen.

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Der gemütliche und (nicht immer) ordentliche Nähplatz wird mit einigen (leider noch zu seltenen) Kursen und gemütlichen Nähtreffen mit Freundinnen genützt. Das Leben hat mich zwischendurch mit Aufgaben herausgefordert, da blieb noch zu wenig Zeit für Kurse… Das soll sich aber ändern!

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Inzwischen haben wir auch endlich einen neuen riesigen Esstisch im Wohnzimmer! Da können wir uns auch ausbreiten, wenn die Gruppe etwas größer ist. 🙂

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Obwohl: Das ging mit dem alten Esstisch auch schon ganz gut.

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Nun, dann geht es eben jetzt noch besser :-).

Bernina und ich freuen uns auf „Geburtstagsbesuche“ am 3. und/oder 4. November!

Bis dahin: Ich muss wieder einmal aufräumen ;-)!

Bis bald

Marion

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Geliebte Erinnerungen

Was lange währt wird endlich gut!

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Vor vielen, vielen Jahren bekam ich von meiner Mutter eine große Kiste mit Bettwäsche, Tischdecken, Geschirrtüchern, Stofftaschentüchern, … Es wäre viel zu schade gewesen, diese Stoffe weiterhin in Schachteln zu verstecken. Viele, viele Erinnerungen aus meiner Kindheit und an meine so geliebte Oma sind damit verbunden. Übernachten bei meiner Oma, große und kleine Familienessen rund um den weiß gedeckten Tisch – in der Nase habe ich noch die feinen Gerüche. Ich habe die Stoffe fein säuberlich jahrelang aufgehoben, aber irgendwann entstand …

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… ein „Weißquilt“.

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Dann blieben noch die bunten Stoffe in der Schachtel. Nicht genug für einen weiteren Quilt und auch zu wenig Vielfalt. Inzwischen hat sich mein Vorrat um Hemden und Taschentücher meines Vaters und meines Opas erweitert. Mit etwas Ergänzung durch „worn & washed“ Stoffe aus Birmingham hat es endlich gereicht, den schon so lange erträumten etwas „bunteren“ Quilt zu nähen. Zuerst wurden alle Stoffe noch einmal gewaschen, dann – großteils von meiner Mutter – liebevoll – und vor allem sehr akribisch – gebügelt und von mir sehr schweren Herzens zerschnitten. Es ist wirklich nicht immer einfach, den ersten Schnitt zu setzen!

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Der Quilt selbst war dann aber schnell genäht. Und weil er unser wärmster Winterquilt ist – wir schlafen ausschließlich unter Quilts, wurde er mit doppeltem Vlies – einer Lage Wolle und einer Lage SojaMix – gefüttert und die Rückseite mit Flanell schön flauschig gemacht. Er ist 240 cm x 240 cm groß, und endlich ist es auch kalt genug, um ihn einzuweihen. Es schläft sich im wahrsten Sinne des Wortes traumhaft unter diesen geliebten Erinnerungen.

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Angesteckt?

Für alle, die gern auch so einen gemütlichen Quilt machen (und haben) wollen und nicht schon eine eigene Sammlung alter Stoffe besitzen oder sich die endlose Schneidearbeit ersparen wollen:

Ich habe aus „neuen“ Stoffen Stoffpakete mit Anleitung zusammengestellt. In meinem kleinen Geschäft kann gerne ein solches Paket gekauft oder auch – immer noch per Mail – bestellt werden.

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Das Stoffpaket enthält 50 bis 60 unterschiedliche Stoffe (vorwiegend Westfalen & Gütermann), Material für das Binding und die Anleitung.  Es ist kaum mehr Zuschneidearbeit zu leisten. Nur noch nähen, und der Quilt kann leicht an einem Tag fertig zusammengesetzt werden. Jeder Quilt wird trotz der Packung ein Unikat!

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Der fertige Quilt wird 160cm x 203cm groß. Gerne kann ich auch Pakete für andere Größen zusammenstellen.

Ich wünsche allen einen wunderbaren Herbst mit Zeit für Herbstspaziergänge und natürlich auch für das schönste Hobby … :-)!

 

 

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Birmingham – The Festival of Quilts und Mrs. Bilings

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Wir sind wieder zurück aus Birmingham.

Wir: Birgit, Helen, Mona und ich.

Wir hatten interessante und unheimlich erlebnisreiche Tage am Festival. Eine riesige Ausstellung und unvorstellbare viele Geschäftsstände hielten uns vier Tage lang auf Trab. Da ich meist vor lauter Staunen und Schauen auf das Fotografieren vergesse, habe ich dann kaum brauchbare Fotos, die einen Gesamteindruck vermitteln. Und leider kann ich auch von fast keinem Quilt die Urheberin nachvollziehen. Sobald ich es herausgefunden haben, hole ich das natürlich nach.

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Ein paar Eindrücke möchte ich aber doch teilen:

Winzige Log-Cabin-Blöckchen (ergeben irgendwann auch einen riesigen Quilt):

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Unfassbar genau zusammengesetzt:

Judges Choice wurde für den folgenden Quilt vergeben.

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Auch sehr detailliert:

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Großartige Arbeiten im Maschinenquilten:

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Ein Gewinner-Quilt von Lindsay Upton:

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Und noch ein Gewinner – Miniatures – Philippa Naylor:

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Nur mehr selten zu sehen: Handgequiltet! Ein wunderschöner Hawaii-Quilt

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Gruppenquilts:

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Dreidimensional:

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Aus „THROUGH OUR HANDS: A PORTRAIT“:

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feine Wollfäden unter Tüll – eine Detailaufnahme

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Winzige Teilchen:

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Schade auch, dass man nur so „wenig“ (alles relativ: 23 + 8 kg) Gepäck mitnehmen darf, es hätte ja so vieles gegeben, das mitkommen wollte.

Ein Teil meiner „Beute“

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Angetan hat es mir vor allem die Erweiterung „Q-matic“ für die Bernina Q24. Zum Glück kann man diesen Computer mit allem was dann noch dazu gehört nicht einfach mitnehmen ;-). Da muss außerdem noch eine ganze Weile gespart werden. Toll aber, was man damit alles machen kann. Und die Maschine quiltet dann (fast) von ganz alleine, während ich nähe, patche, arbeite … !

Gefühlsmäßig hatten wir auch noch „Mrs. Bilings“ mit. (Natürlich meine ich den Quilt, an dem ich inzwischen wieder arbeite, nicht die Dame, die Anfang des 19. Jahrhunderts lebte.) Nach einer langen Ruhe- und Nachdenkpause (es wollte und wollte nichts richtig passen), habe ich mit Karen Styles von Somerset-Patchwork gegrübelt und dann fiel mir eine mögliche Lösung ein.

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Kaum wieder zu Hause wurde Mrs. Bilings einer „Operation mit anschließender Kur“ unterzogen, einige Teile wurden herausgetrennt, neu genäht, umgenäht … und heraus kam das:

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Besser.

Wir hatten Glück und im Hilton Executive Zimmer mit Zugang zur Executive Lounge, wo wir dem Lärm und Trubel zumindest abends gut entfliehen konnten.  (Und Trubel gab es in Hülle und Fülle! Gleichzeitig fand eine „UK-Transformer Fan Convention“ im Hotel statt. Ich denke, die Teilnehmer*innen fanden uns Quilter*innen ziemlich sicher genauso rätselhaft wie wir sie.)

In den – kurzen – Mittagspausen und am Abend entstanden dann noch ganz viele weitere Hexagon-Teile für den ganz äußeren Rand.

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Fehlt also fast nichts mehr ;-). Nur einige tausend kleine Teilchen dazwischen. Aber es geht wieder weiter und der Quilt wächst schön langsam.

Und sollte dieser Quilt je fertig werden, dann kommt vielleicht: Okehampton! (Die Anleitung – auch von Karen Styles/Somerset Designs – ist schon einmal mitgekommen :-)! )

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Sehr, sehr winzig kleine Teilchen. Da kann man dann die Reste der Reste verwenden?

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Und ein Okehampton (traumhaft gequiltet!) hing auch in der Ausstellung:

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Und dann gäbe es noch die Challenge „Star-A-Day“, die schon einige Zeit darauf wartet angefangen zu werden. Zwei Probesternchen (fertiges Maß 3″) habe ich schon ;-). Auch eine Idee von Karen Styles.

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Damit aber niemand glaubt, ich begeistere mich nur für winzige Teilchen, die zu riesigen Quilts zusammengesetzt werden: Dieser Stand hat es mir immer wieder angetan. „Worn and Washed“ – es soll ja auch zwischendurch Erfolgserlebnisse geben und es schläft sich unter den einfachen Quilts fast noch besser und ruhiger :-). Und diese regelmäßig in die Waschmaschine zu stecken, fällt auch leichter.

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Und jetzt gehe ich wieder in meinem Geschäft räumen. Und wenn ich Glück habe und die Uhr sich nicht wieder gegen mich verschwört, darf ich dann hoffentlich mit Stoffen und Maschinen ein bisschen „spielen“ :-).

„So eine Uhr ist bekannter Weise eine teuflische Erfindung. Weil wenn man es eilig hat, bewegen sich die Zeiger meist unheimlich schnell. Als würden kleine böse Männchen im Gehäuse sitzen, die nichts anderes zu tun haben als darauf zu achten, dann man immer langsamer ist als die Zeit. Soll sie aber dann vergehen, weil man auf etwas wartet, bremsen diese Teufel die Zeiger derartig ab, dass man meinen könne, die Zeit ist stehen geblieben. Natürlich sagt einem der Verstand, dass das Blödsinn ist, und die Zeit immer gleich schnell vergeht.“ (O. Feifar, 2013, Saukalt. Ein Krimi aus der Provinz. S.53)

Ich wünsche allen eine zumindest gleichmäßig laufende Uhr in der Nähe!

 

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Gedanken über ein „NEiADUFO“, viele „NEFOIM“ & Kramurikörbchen

Inzwischen ist mein Hang zu Sprache(n) und Zitaten wahrscheinlich kaum mehr überraschend ;-). Heute ist der Tag der Akronyme! Man zeichnet sich durch die Verwendung solcher oftmals als „Insider“ und Kenner(in) (HA! Gegendert! – Aber: Insiderin???) aus.

Nun zum eigenartigen Titel:
Mit dem Offensichtlichen angefangen: Was ein Kramuri-Körberl ist, ist ganz schnell auch ohne Worte erklärt.
DAS:

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(Gut, das ist nicht eines, das sind viele!)

Schon seit einiger Zeit konnte ich immer wieder Körbchen aus Schnüren/Kordeln/Wäscheleinen im Internet und auf Pinterest bewundern. Gehäkelt, geklebt, gestrickt, genäht. Diese sind genäht.

So ein Körbchen – EINES! – zu nähen, stand also schon sehr lang auf meiner Liste.

Auf meiner „NEiADUFO“-Projektliste. (Eigentlich müsste es „Objektliste“ heißen ;-).)

Aber was ist nun ein „NEiADUFO“?

Nicht-einmal-angefangene-daher-un(-) fertige-Objekte

Welche Wortschöpfung!!! Klingt auch irgendwie putzig :-).

Anja zeigte uns zum TextWEnde in Strobl (wieder eine Wortschöpfung: Textiles-Wochen-Ende), wie man diese Körbchen macht. Sie brachte auch eine riesige Spule mit Kordel mit und jede/r (Ja, wir „besitzen“ einen eigenen Quotenpatchworker!)  konnte zusehen und dann probieren.

Nun, es blieb nicht bei einem Probekörbchen. Da war noch ein ziemlich langes Stück Kordel … Also noch ein kleines Körbchen. Aber rund wäre vielleicht auch interessant? Also noch Kordel gekauft und dann blieb wieder ein langes Stück Kordel … (Ich denke, alle kennen die Situation Brot und Butter, oder Beilage zu Fleisch oder ähnliche Speisenkombinationen. Irgendwie bleibt immer von einem mehr am Teller als vom anderen, dann muss man nachnehmen … Gut, das führt zu weit und letztlich auch zu Figurdiskussionen. Die wollen wir jetzt lieber lassen.) Inzwischen sind kleine und große Körbchen, bauchige und flache, mit Henkel und ohne fertig. Also kein NEiADUFO aber ein NEFOIM (Nie-endendes-fertiges-Objekt-in-Massenproduktion).

Der (Nicht-)Weisheit letzter Schluss: 600m Kordel wurden sofort bestellt und sicherheitshalber auch bald noch ein paar Körbchen ausprobiert. Es gäbe ja noch so viele Farben und Formen, die hergestellt werden möchten!

Inzwischen habe ich so viele Meter von diesen Kordeln, dass ich sie in meinem Geschäft verkaufen kann und ein Kurs ist auch schon angedacht. 

Behältnisse kann man nie genug haben :-)!

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Und damit niemand denkt, ich hätte aufgehört zu zitieren und auch zum Lesen zu verführen ;-):

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

Pearl Sydenstricker Buck, (1892 – 1973)

(1932 Pulitzer-Preis [für „Die gute Erde“], 1938 Nobelpreis für Literatur)

Sydenstricker – viele kennen nur Pearl S. Buck: ein passender Name für diese Seite. Obwohl ich in letzter Zeit sehr wenig stricke so klingt der Name doch jedenfalls sehr „textil-affin“.

Kramurikörbchen. Alltäglicher geht es wohl nicht mehr. Für mich aber sind sie etwas ganz Wunderbares. Ich freue mich über jedes! Mein Mann nicht so sehr  ;-)!

Vielleicht Zeit ein NEiADUFO anzugehen? Könnte ja auch ein Buch sein, das längst gelesen werden will ;-). Viel Spaß!

 

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„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (Lucius Annaeus Seneca)

Bilder gibt es heute HIER nicht, aber die Galerie füllt sich langsam. Ich habe Zeit (welche?) genützt :-).

Hier gibt es heute „nur“ stümperhaft-philosophische Gedanken und Überlegungen.

Seneca und Lewis Carroll müssen heute herhalten um meine Gedanken zu ordnen ;-). Aus NICHT gegebenem Anlass – ausnahmsweise – möchte ich meine Gedanken zum Thema effiziente Nutzung der Zeitressourcen (Wow! Schön geschrieben!)  mitteilen. (Sollte das überhaupt jemanden interessieren. Sonst muss „Jemand“ auf den nächsten Eintrag warten ;-).)

„Ich habe immer gedacht, die Zeit wäre ein Dieb, der mir alles stiehlt, was ich liebe. Aber jetzt weiß ich, dass sie geben, bevor sie nehmen und jeder Tag ist ein Geschenk.“ (Lewis Carroll)

Wer versteht schon die verrückte Alice im Wunderland? Obwohl die beiden Werke („Alice’s Adventures in Wonderland“ und „Through the Looking-Glass and What Alice Found There“, die meist unter „Alice in Wunderland“ zu einem Werk verschmelzen) zu den bedeutendsten Werken der Kinderliteratur gehören, lesen sie sich mit etwas Lebenserfahrung und -weisheit „anders“. Um die Novelle des Mathematikers Charles Lutwidge Dodgson alias Lewis Carroll nur ansatzweise zu verstehen, muss man schon ein bisschen hinter die Kulissen blicken und reflektiert denken (wollen). Manchmal auch grübeln. Ich zumindest.

Alice gilt für die meisten als verrückt, taucht sie doch in eine Traumwelt ein, wo alles anders ist, als wir es kennen.

„I’m not crazy – my reality is just different from yours.“ (1865, Lewis Carroll „Alice’s Adventures in Wonderland“)

Sind Alice, der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze, der Märzhase … wirklich nicht verrückt? Leben sie in einer Traumwelt oder einer anderen Realität? Betrachten sie alles aus einer uns fremden Perspektive? Wer versteht hier wen?

Da es hier um Patchwork & Quilts geht, kommt nun endlich nach einer langen Einleitung der kurze und prägnante Höhepunkt der Gedanken:

Leben Patchworker und Patchworkerinnen (HA! Gegendert!) in einer „anderen Welt“ und teilen sie ihre Perspektive mit anderen (vor allem in Bezug auf Zeit)? Ist es Zeitverschwendung, einen Quilt zu nähen?

Schöne „heile“ Stoffe schneiden wir (manchmal wenigstens ungern) mit großem Zeitaufwand in möglichst kleine Teilchen, nur um sie dann wieder zu neuen Mustern zusammenzusetzen. Nicht, dass die Muster vorher nicht auch großartig waren. Darum hatten wir den Stoff ja ursprünglich gekauft :-). Wie oft habe ich in Ausstellungen und im Freundes- und Bekanntenkreis (Nein, nicht gegendert. Jetzt reicht’s!) gehört, dass das ja ganz nett sei, aber einfach die Zeit so kostbar sei und für solchen „Firlefanz“ fehle.

„Ich würde das ja auch gern machen, aber dafür habe ich einfach gar keine Zeit.“ Ein Satz, den ich viel zu oft gehört habe. Ich muss allerdings zugeben, ihn auch nur einmal zu hören, hätte mich schon gehörig geärgert.

Heißt das zwischen den Zeilen, dass wir alle nichts zu tun haben und vor lauter Langeweile Stoffe zerschneiden und wieder zusammensetzen? Dass wir keinen Beruf, keine Familie, keine Verpflichtungen … haben? Die Generation Y hat den Ausdruck „work-life-balance“ geprägt. Ich gehöre – leider – altersmäßig nicht zu dieser Generation. Für mich gilt noch work = life und (mathematisch ja ganz logisch) umgekehrt. Hier gibt es keine Trennung.

Gerade deshalb! Gerade aus diesem Grund zweige ich Zeit, die ich für mein Hobby und mein Geschäft (auch das betrachte ich – weil ich es so gern mache – als „Hobby“) brauche, überall ab, wo es möglich ist.

Ich mache nie nichts. Nie. Gut, wenn ich schlafe ist das anders. Aber da mache ich ja auch etwas. Schlafen.

„Ist dieses Hobby denn gesund?“

Gesünder als was? Gesünder als fernsehen? Gesünder als laufen? Muss denn alles gesund sein? Und kann ich nicht laufen und patchworken? (Wenn ich das möchte. Ich möchte nicht!) Laufen wir nicht ohnehin unzählige Male zwischen Schneidematte, Bügelbrett, Nähmaschine … hin und her und bücken uns auch unzählige Male nach Stecknadeln auf dem Boden (Die gibt es offiziell natürlich NIE!), Fäden und Stoffschnipseln nach dem Nähen …? Mein Patchworken ist nahezu Fitnesstraining!

„Das kostet aber sicher viel Geld.“

Ich verdiene mein Geld mit meiner Arbeit. Das ist einer der Gründe, warum ich täglich früh aufstehe und mich dorthin bewege. Ich könnte sonst auch zu Hause lesen, philosophieren und mein Umfeld „bilden“ ;-). Tennis zu spielen, Golfen, ja selbst Schach zu spielen, kostet auch Geld. Aber ich kann mich letztlich nicht mit dem Tennisschläger wärmen oder mein „Hole-in-one“ zu einem Fest verschenken. Schachfiguren für ein Neugeborenes als Willkommensgruß? Lieber ein kuscheliger Quilt.

Ist es also verrückt, seine kostbare Lebenszeit mit Patchworken und Quilten zu verbringen?

Zumindest in Alices Wunderland gibt es darauf eine Antwort:

Mad Hatter: ‚Have I gone Mad?‘
Alice: ‚I’m afraid so. You’re entirely bonkers. But I’ll tell you a secret. All the best people are.‘

Nun, das lässt auch uns hoffen :-).

Und um dem Märzhasen auch noch Gehör zu verschaffen:

„I’m late, I’m late! For a very important date. No time to say ‚Hello, Goodbye‘. I’m late, I’m late, I’m late.“

Ich sollte längst den Koffer gepackt haben um den Zug zu einer Verlagsbesprechung zu erreichen. Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich ;-). Und:

Hutmacher: „Du bist schrecklich spät, weißt du? Unartige.“

Alice: „Zeit ist in Träumen sonderbar“

Daher: Ich denke, es wird Zeit, das Buch wieder einmal zur Hand zu nehmen und über das Leben zu philosophieren. Vielleicht habe ich „Jemanden“ auch angesteckt?

Sollte das so sein: Viel Spaß dabei und gutes Grübeln!

Und natürlich wünsche ich vollkommen fröhliches Sticheln ohne schlechtes Gewissen!

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