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Meine (lange) Geschichte der textilen Leidenschaften

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Das ist das Team hinter dieser Homepage. Unsere Tochter Marlina (logischer Weise rechts im Bild – anders herum geht es ja altersmäßig nicht) arbeitet im Hintergrund fleißig an dieser Seite und beweist unendliche Geduld mit mir und meinen Wünschen. Technische Unterstützung leistet auch noch unser Sohn Marco, allerdings nicht wirklich nähbegeistert, aber dafür technisch umso versierter ;-).

Ich liebe (fast) alle textilen Handarbeiten!

Woher diese Leidenschaft für textile Arbeiten kommt? Ich weiß es nicht wirklich. Meine Oma und meine Mutter können/konnten beide wunderbare Werke produzieren, taten das aber immer aus Notwendigkeit (Strümpfe stopfen, Kleidung reparieren oder ändern) und nie einfach zum Spaß. Meine Oma war eine außergewöhnlich kinderliebende und mit uns geduldige Frau. Immer wenn wir bei meinen Großeltern waren, durften wir dort malen, basteln und experimentieren.

Schon als Kindergartenkind lernte ich dort also das Nähen, Stricken und Häkeln und bald durfte ich an der alten Singer-Nähmaschine (die ich immer noch in Schuss halte und benütze) auch meine ersten Versuche (im Stehen – ich war doch noch eher klein) machen. Es gab Puppenmodegeschäfte in Schuhschachteln und meine ersten Teenager-Partyoutfits und Ballkleider wurden von mir an dieser Nähmaschine genäht. In der Schule lernte ich, wie man einen Schnitt zeichnet, Kleidung nach Maß fertigt und alle nötigen Techniken, um „ordentliche Stücke“ zu produzieren.

Den ersten Quilt (an den ich mich erinnere) sah ich bei meiner Kindergartenfreundin Nati, deren Oma traumhaft nähte. An der Oberseite lauter kleine Stoffquadrate und als „Batting“ und Rückseite wurde eine Wolldecke verwendet. Niemand in meiner Familie wollte mir so eine Decke nähen ;-(.

Ein paar Jahre später sah ich bei einem Schulfreund wieder einen Quilt. Aus kleinen Trachtenstoff-Quadraten zusammengesetzt. Inzwischen war ich schon ein Jungteenager und als die Mutter meines Freundes mir einen ganzen Sack mit Stoffresten aus ihrer Schneiderei schenkte, konnte ich endlich meinen ersten Quilt nähen. Dank meiner „großartigen Schulbildung“ schnitt ich jedes 5cm x 5cm nach einer Kartonschablone mit der Schere aus, versäuberte die Ränder jedes Quadrates (!!!) mit Zickzackstich (inzwischen schon mit der elektrischen Singer-Nähmaschine meiner Mutter) und nähte dann die Teile zu einer großen Decke zusammen. Damit es auch von hinten hübsch aussieht, verstürzte ich die Decke mit einem Baumwollstoff, den mir mein Onkel Freddy aus Amerika für das Nähen eines Nachthemdes (erstaunlich, wofür man Stoff bekommt!) geschickt hatte. Fertig. Von Quilten keine Rede.

Im Laufe der inzwischen vergangenen 40 Jahre habe ich unzählige Quilts (meistens sehr große) in traditionellen und modernen Techniken erstellt, Kurse gehalten (sogar in Kanada), sechs Jahre lang als stellvertretende Obfrau der Patchworkgilde Austria Ideen in das Vereinsleben gebracht und immer wieder auch Quilts in Ausstellungen präsentiert.

Meine Leidenschaft gehört nach wie vor den traditionellen Quilts. Wir schlafen unter diesen „Decken“, stecken sie in die Waschmaschine und meine Enkelkinder dürfen und sollen sie so viel wie möglich zum Zeltebauen und Spielen benützen. Es schläft sich „traditionell“ am besten. Moderne Quilts hängen bei uns an den Wänden – traditionelle aber auch ;-).

Egal ob Nähen, Stricken, Spinnen, Klöppeln, Häkeln, Sticken, Teppichknüpfen, Weben  … – ich probiere es zumindest und leider gefällt es mir auch bisher immer. Ich hoffe bei jeder neuen Technik, dass sie nicht zu einer weiteren Leidenschaft wird, aber irgendwie kommt es immer anders. Als ich vor ungefähr 10 Jahren das Spinnen ausprobieren wollte, kämpften das Spinnrad und ich mehr als 2 Stunden gegeneinander. Gerade als ich erleichtert feststellte, dass zumindest kein Spinnrad und schon gar keine Handspindel bei mir einziehen müssen, klappte es plötzlich wie am Schnürchen (im wahrsten Sinne des Wortes). Inzwischen besitze ich (nur mehr) 3 Spinnräder und unzählige schöne Handspindeln.

Wie viele Nähmaschinen ich besitze, schreibe ich jetzt lieber gar nicht erst. Allerdings habe ich auch hier eine besondere Leidenschaft. Ich repariere und renoviere alte „Singer Featherweight“-Nähmaschinen. Neben einer weißen (eigentlich offiziell „cellery green“) und einer schwarzen Featherweight (Century Edition), besitze ich eine rote, die ich in Zusammenarbeit mit unserer Autowerkstätte in der Farbe meines Autos lackieren ließ. Und eine Maschine wartet noch darauf, ein neues Farbkleid zu bekommen. Blau?

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In meinem „Alltagsberuf“ war ich lange Lehrerin (Grundschule, Sonderschule und Neue Mittelschule) und Lehrende an Pädagogischen Hochschulen. Inzwischen arbeite ich „nur mehr“ an der Pädagogischen Hochschule im Bereich Fachwissenschaft/Fachdidaktik Deutsch.

Da mich also auch das Unterrichten schon sehr lange durch mein Leben begleitet, ist es naheliegend, dass es auch laufend Kursangebote gibt.

Mitglied seit 2002
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