Birmingham – The Festival of Quilts und Mrs. Bilings

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Wir sind wieder zurück aus Birmingham.

Wir: Birgit, Helen, Mona und ich.

Wir hatten interessante und unheimlich erlebnisreiche Tage am Festival. Eine riesige Ausstellung und unvorstellbare viele Geschäftsstände hielten uns vier Tage lang auf Trab. Da ich meist vor lauter Staunen und Schauen auf das Fotografieren vergesse, habe ich dann kaum brauchbare Fotos, die einen Gesamteindruck vermitteln. Und leider kann ich auch von fast keinem Quilt die Urheberin nachvollziehen. Sobald ich es herausgefunden haben, hole ich das natürlich nach.

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Ein paar Eindrücke möchte ich aber doch teilen:

Winzige Log-Cabin-Blöckchen (ergeben irgendwann auch einen riesigen Quilt):

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Unfassbar genau zusammengesetzt:

Judges Choice wurde für den folgenden Quilt vergeben.

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Auch sehr detailliert:

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Großartige Arbeiten im Maschinenquilten:

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Ein Gewinner-Quilt von Lindsay Upton:

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Und noch ein Gewinner – Miniatures – Philippa Naylor:

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Nur mehr selten zu sehen: Handgequiltet! Ein wunderschöner Hawaii-Quilt

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Gruppenquilts:

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Dreidimensional:

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Aus „THROUGH OUR HANDS: A PORTRAIT“:

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feine Wollfäden unter Tüll – eine Detailaufnahme

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Winzige Teilchen:

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Schade auch, dass man nur so „wenig“ (alles relativ: 23 + 8 kg) Gepäck mitnehmen darf, es hätte ja so vieles gegeben, das mitkommen wollte.

Ein Teil meiner „Beute“

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Angetan hat es mir vor allem die Erweiterung „Q-matic“ für die Bernina Q24. Zum Glück kann man diesen Computer mit allem was dann noch dazu gehört nicht einfach mitnehmen ;-). Da muss außerdem noch eine ganze Weile gespart werden. Toll aber, was man damit alles machen kann. Und die Maschine quiltet dann (fast) von ganz alleine, während ich nähe, patche, arbeite … !

Gefühlsmäßig hatten wir auch noch „Mrs. Bilings“ mit. (Natürlich meine ich den Quilt, an dem ich inzwischen wieder arbeite, nicht die Dame, die Anfang des 19. Jahrhunderts lebte.) Nach einer langen Ruhe- und Nachdenkpause (es wollte und wollte nichts richtig passen), habe ich mit Karen Styles von Somerset-Patchwork gegrübelt und dann fiel mir eine mögliche Lösung ein.

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Kaum wieder zu Hause wurde Mrs. Bilings einer „Operation mit anschließender Kur“ unterzogen, einige Teile wurden herausgetrennt, neu genäht, umgenäht … und heraus kam das:

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Besser.

Wir hatten Glück und im Hilton Executive Zimmer mit Zugang zur Executive Lounge, wo wir dem Lärm und Trubel zumindest abends gut entfliehen konnten.  (Und Trubel gab es in Hülle und Fülle! Gleichzeitig fand eine „UK-Transformer Fan Convention“ im Hotel statt. Ich denke, die Teilnehmer*innen fanden uns Quilter*innen ziemlich sicher genauso rätselhaft wie wir sie.)

In den – kurzen – Mittagspausen und am Abend entstanden dann noch ganz viele weitere Hexagon-Teile für den ganz äußeren Rand.

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Fehlt also fast nichts mehr ;-). Nur einige tausend kleine Teilchen dazwischen. Aber es geht wieder weiter und der Quilt wächst schön langsam.

Und sollte dieser Quilt je fertig werden, dann kommt vielleicht: Okehampton! (Die Anleitung – auch von Karen Styles/Somerset Designs – ist schon einmal mitgekommen :-)! )

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Sehr, sehr winzig kleine Teilchen. Da kann man dann die Reste der Reste verwenden?

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Und ein Okehampton (traumhaft gequiltet!) hing auch in der Ausstellung:

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Und dann gäbe es noch die Challenge „Star-A-Day“, die schon einige Zeit darauf wartet angefangen zu werden. Zwei Probesternchen (fertiges Maß 3″) habe ich schon ;-). Auch eine Idee von Karen Styles.

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Damit aber niemand glaubt, ich begeistere mich nur für winzige Teilchen, die zu riesigen Quilts zusammengesetzt werden: Dieser Stand hat es mir immer wieder angetan. „Worn and Washed“ – es soll ja auch zwischendurch Erfolgserlebnisse geben und es schläft sich unter den einfachen Quilts fast noch besser und ruhiger :-). Und diese regelmäßig in die Waschmaschine zu stecken, fällt auch leichter.

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Und jetzt gehe ich wieder in meinem Geschäft räumen. Und wenn ich Glück habe und die Uhr sich nicht wieder gegen mich verschwört, darf ich dann hoffentlich mit Stoffen und Maschinen ein bisschen „spielen“ :-).

„So eine Uhr ist bekannter Weise eine teuflische Erfindung. Weil wenn man es eilig hat, bewegen sich die Zeiger meist unheimlich schnell. Als würden kleine böse Männchen im Gehäuse sitzen, die nichts anderes zu tun haben als darauf zu achten, dann man immer langsamer ist als die Zeit. Soll sie aber dann vergehen, weil man auf etwas wartet, bremsen diese Teufel die Zeiger derartig ab, dass man meinen könne, die Zeit ist stehen geblieben. Natürlich sagt einem der Verstand, dass das Blödsinn ist, und die Zeit immer gleich schnell vergeht.“ (O. Feifar, 2013, Saukalt. Ein Krimi aus der Provinz. S.53)

Ich wünsche allen eine zumindest gleichmäßig laufende Uhr in der Nähe!

 

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